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| Presseerklärung zur Gedenkdemo der Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts am 15.01.2012 |
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Trotz alledem! - Linksjugend ['solid] Brandenburg gedenkt Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. In Gedenken an die Ermordung der revolutionären Sozialist_innen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht nahmen am 15. Januar mehrere Tausend Menschen an der alljährlichen Luxemburg-Liebknecht-Demonstration teil. Weit mehr zogen zur Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin Friedrichsfelde, um an die beiden revolutionären Kommunist_innen zu erinnern. Erstmals seit mehreren Jahren nahm auch die Linksjugend ['solid] wieder mit einem eigenen Block an der Demonstration teil. Etwa 80 Aktivist_innen des Jugendverbands beteiligten sich an den Protesten. Dazu erklärt Michael Wolff, Landessprecher der Linksjugend ['solid] Brandenburg: „In den letzten Jahren hatten wir vermehrt politische Differenzen sowohl mit den Veranstalter_innen der Demonstration als auch mit vielen der teilnehmenden Gruppen. In diesem Jahr haben wir daher einen eigenen Aufruf zur Demonstration verfasst, der unserem Anspruch an sie gerecht wird.“ Dieser Anspruch besteht darin, einen konkreten Bezug zu den Ermordeten herzustellen und darauf hinzuweisen, wie aktuell die Ideen von Luxemburg und Liebknecht bis heute sind. „ Luxemburg und Liebknecht stehen für eine antimilitaristische Tradition, für den Kampf gegen Nationalismus und die Emanzipation von jeglichen Herrschaftsverhältnissen. Am 15. Januar gedenken wir ihrer Ermordung, doch im ganzen Jahr führen wir diese Traditionen in unserem politischen Handeln fort.“, meint Charlotte Straetmanns, Landessprecherin der Linksjugend ['solid] Brandenburg Im Laufe der Demonstration kam es leider zu einigen Ausschreitungen zwischen verschiedenen Gruppen der Demonstration. So entrollten am Rande der Demoroute einige emanzipatorische Kommunist_innen ein Transparent, das sich gegen die positive Bezugnahme vermeintlich linker Gruppen auf die Führerfiguren Stalin, Mao und Lenin aussprach. Wenig später wurden diese Aktivist_innen von Demonstrationsteilnehmer_innen aus marxistisch-leninistischen Blöcken angegriffen. Auch am Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus kam es wieder zu handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Gruppen. Dazu erklärt Jürgen Engert, Landessprecher von Linksjugend ['solid] Brandenburg : „An diesem Tag soll der Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknecht gedacht werden. Wer sich jedoch im Rahmen dieser Demonstration positiv auf Diktatoren wie Joseph Stalin oder Mao Tse Tung bezieht, steht für uns explizit nicht in der Tradition Luxemburgs und Liebknechts. Wir kämpfen für einen freiheitlichen Sozialismus und lehnen jegliche staatliche Repressionen im Namen der sozialistischen Idee strikt ab.“ Jürgen Engert sagt weiter: „Wir verurteilen diese Übergriffe einiger Teilnehmer_innen der marxistisch-leninistischen Blöcke. Wir fordern die Veranstalter_innen der Demonstration auf, sich von diesen Vorgängen zu distanzieren und für das nächste Jahr die Konsequenzen zu ziehen, indem der emanzipatorische Anspruch Luxemburgs und Liebknechts im nächsten Aufruf betont wird. Die Linksjugend ['solid] wird auch im nächsten Jahr an der Demonstration teilnehmen, um eine Alternative zu diesen dogmatischen Kleingruppen darzustellen."
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